"Guten Tag".
Ja, "was soll ich sagen"?
Ich möchte keinesfalls den Finger in die Wunde legen.
Ich möchte keine Diskussion schüren (warum, versuche ich zu erläutern).
Ich möchte keinen Disput.
Ich möchte nicht provozieren.
Und natürlich möchte ich nicht populistisch sein, oder einfach jetzt eben "auch mal was schreiben", weil das Thema grade in aller Munde ist.
Ich möchte einfach meine Gedanken darlegen. Ganz unabhängig von allem Gesagten und Geschriebenen.
Weiter nichts.
Um das vorweg zu sagen, ja, ich bin GEGEN dieses Projekt. Punkt.
Ich möchte mich hier gar nicht darin ergehen, was dafür und was dagegen spricht, sondern einfach aufzeigen, was mich an diesem ganzen Thema stört.
Das mag jeder für sich selber bewerten und entscheiden. Dafür leben wir in einer Demokratie.
Dies hier soll weder Befürworter des Projektes brüskieren oder herausfordern, noch andere "Gegner" bestärken oder ähnliches. Ich hoffe jedoch dies hier wirkt nicht, wie das wütende "Aufstampfen" eines frustrierten Gegners. Das ist es NICHT. Ich möchte nur verstehen, was seit einigen Wochen in dieser Stadt passiert. Denn das hat mit meinem Demokatieverständnis einfach nichts mehr zu tun, und DESWEGEN melde ich mich zu Wort. Nicht um "Seiten" (das hasse ich ohnehin) zu werten oder zu stützen. Ich möchte nur verstehen was hier geschieht.
Ich möchte dies hier ganz nüchtern darstellen, einfach, weil es mir auf der Seele liegt. Weil mir vieles mißfällt, und das meint nicht die Sache als solche, sondern das Klima in dieser Stadt.
Denn das ist in meinen Augen genau das Problem. "Was spricht dafür, was spricht dagegen?"
Genau DAS ist hinlänglich allen bekannt. Eigentlich.
Meine Befürchtung jedenfalls ist, auch aufgrund der Entwicklung der letzten Tage und meiner Beobachtungen, unabhängig von meiner persönlichen Warte aus:
"Das Tischtuch ist zerschnitten." - SCHEINT zerschnitten. Für mich. Und das halte ich für gefährlich!
KEINER, also weder die Befürworter, noch die Gegner sind in der Lage sich noch an einen Tisch zu setzen, so scheint es mir.
Jede "Seite" beharrt stur auf ihren Argumentationen. Man hört sich hier nicht mehr zu.
Das ist das Dilemma das ICH hier sehe.
Und deswegen passiert ja dieser Hau-Ruck-Aktionismus (Abrißbeginn usw.) mit der Augen-zu-und-durch-Politik (ohne dies hiermit zu werten!).
Man WILL nicht mehr miteinander reden.
Es werden einfach Fakten geschaffen.
Und das ist der größte Fehler von allen, in einer Demokratie.
Ich spüre, wie in dieser Stadt alles aus den Fugen gerät und das macht mir Angst (Wieso wird ansonsten das Rathaus neuerdings beschützt und bewacht!?!?).
Das ist das Problem, in meinen Augen. Das "Nicht-miteinander-reden". Und das macht alle "Gegner" wütend hier in der Stadt. Nachvollziehbarerweise. Ich persönlich bin dahingehend sehr besonnen. Ich verleihe nur meiner Meinung Ausdruck. Wenn diese nachher nichts bewirkt, dann sei es so. Dafür leben wir in diesem System.
Aber: Die Politik versucht prinzipiell "die Demonstranten" über die Polizei zu kriminalisieren.
Das ist jüngst mein Problem damit.
Ich konnte und könnte wirklich mit diesem Bahnhof leben, auch wenn ich ihn nicht möchte, wenn all dies nicht so eskaliert wäre.
Und aus diesem Grund war ich diesen Abend zum ersten Mal in meinem Leben "demonstrieren" (bzw. eben nicht. Ich war dabei um es zu sehen, was so kritisiert wird, an diesem Verhalten.). Ich wollte das selbst sehen. All diese "Störenfriede", "Brandstifter" und "Demokratiefeinde", wie die Planer und Befürworter die Demonstranten nennen.
Das ist sehr unfein. Und ich wollte den Wahrheitsgehalt für mich selbst nachvollziehen.
Ich meine, bei 30.000 Leuten kannst man nicht davon ausgehen, daß kein einziger Chaot unterwegs ist, das kommt eben vor, das sollte aber fairerweise nicht gegeneinander verwendet werden. Aber: Es gab ohenhin NIE Ausschreitungen. Was hätten die Gegner denn ohnehin davon??
Aber jeden Tag kommt wieder in den Regionalnachrichten daß Polizisten angegriffen worden sind und so ein Mist. Und dann stellt sich unser OB Schuster wieder hin und sagt: "Alles (!) Autonome! Krawallmacher! Mit denen kann und darf man nicht reden!"
Klar, die ganzen Rentner, Banker und neureiche Witwen (u.a.) - die ich heute sah - ALLES linke, autonome Krawallmacher.
Da muß ich einfach Partei ergreifen. Ob ich deren Position nun vertrete oder nicht. SO geht das nicht. Würde man gegenüber Ausländern so auftreten, hätte man übergangslos eine Ausländerfeindlichkeits-Debatte heraufbeschworen, bzgl. "über einen Kamm scheren" u.ä..
Ich bin einfach schockiert, wie in dieser Stadt Mitbürger aufeinander ein"prügeln" (verbal). Das schockiert mich.
Jeder muß doch seine Ansichten und Meinungen haben und äußern dürfen. Und Demonstrieren. Das ist ein Grundrecht.
Aber dies wird belächelt und mit Füßen getreten.
Ein unhaltbarer Zustand.
Man muß sich nur mal die Fotos der Demos angucken. Quer durch alle Bevölkerungsschichten und -gruppen, quer durch alle Altersklassen.
Unabhängig von meiner Meinung zu diesem "Projekt" - selbst wenn ich dafür wäre - mein Empfinden ist einfach derart als daß das einfach unverschämt ist.
All diese Bürger werden kriminalisiert.
Pauschal.
Hilfloser geht das nicht!
Wo bin ich hier?!?!?
Das ist alles so fadenscheinig, hanebüchen und lächerlich.
Und das verärgert mich einfach sehr.
Ich wäre auch für einen Bürgerentscheid gewesen. Und wenn es Stuttgart 21 legitimiert hätte? Super! Go for it.
Dann WÄRE es wenigstens legitimiert! (Und das meint nicht, legitimiert durch Parlamente und Gerichte. Das ist es ja scheints. Dieses Projekt ist aber zu groß, um "nur" auf diesem Wege legitimiert zu sein. Es greift zu sehr in den Alltag zu vieler Menschen ein, als daß man diese einfach außen vor lassen könnte und dürfte, so meine Ansicht).
Aber in der vorliegenden Art und Weise mit welcher der Oberbürgermeister dieser Stadt die Menschen belogen hat, ist unfaßbar.
Er hatte Herrn Palmer (Die Grünen) einen Bürgerentscheid versprochen, und dieses Versprechen später gebrochen. Schon seltsam...grade ein CDU-Politiker. Die Partei deren Hobby es ist, Wahlbetrug und gebrochene Wahlversprechen anzuprangern.
Zweifelhaft.
Ja, es stimmt wohl: Wer auf die Straße geht, den Verkehr blockiert, Sachbeschädigung (Bauzaun) und/oder Hausfriedensbruch begeht (Besetzung des Nordflügels des Hauptbahnhofes), ist DAMIT nicht im Recht. Das ist durchaus Fakt.
Das sollte anders gehen und das befürworte ich in keiner Form. Aber die Gegenseite verhält sich, wie schon ausgeführt ebenfalls wenigst förderlich, diese Situation zu "entkrampfen".
Zumal: CDU, SPD, FDP. All diese Parteien haben dieses Projekt seit Jahren auf dem Zettel, respektive, im Wahlprogramm. Wenn die Gegner erst heute aufwachen, ist ein einfach zu spät. Fakt, ebenso.
Es hilft nichts, jetzt den vergangenen Wahlen nachzutrauen. Diese Entscheidung hat einjeder für sich selbst getroffen und ist selbst dafür verantwortlich, was hier passiert.
Wenn man sich von einem Projekt "überraschen" läßt, das 15 Jahre alt ist, das man in vergangenen Wahlen selbst legitimiert hat, ist es einfach Unfug, das nicht zu sehen. Da sollte man sich durchaus an die eigene Nase fassen.
Jedoch kommen heute Fakten auf den Tisch und an die Öffentlichkeit, die in dieser Art und Weise bislang nicht bekannt waren.
Und ich halte es einfach für fahrlässig, jetzt, ausschließlich der "Glaubwürdigkeit" wegen, darauf zu beharren, einen 15 Jahre alten Beschluß durchzudrücken, nur weil man es anno dazumal für richtig hielt.
Macht es jemanden unglaubwürdig, wenn er sich von neu gewonnenen (!) Fakten ein anderes Bild macht? Wenn nein, halte ich eben das für unglaubwürdig. Das ist doch Unfug.
Die Politik in dieser Stadt ist zur echten Lachnummer verkommen. Wie können sich CDU und SPD anmaßen, die Grünen für mehr oder weniger nicht regierungsfähig zu erklären, nur weil diese das Projekt strikt ablehnen?
Infam!
Die CDU wird Stimmen verlieren, bei der Landtagswahl 2011. Das scheint sicher. Die SPD wird weiterhin unter ferner liefen rangieren (in diesem ignoranten Bundesland ja ohnehin). Zusammen werden sie eine große Koalition zusammenzimmern um das Projekt durchzudrücken. Das ist heute schon klar. Die Grünen sind nicht regierungsfähig.
Das ist der ignoranteste, größte und atembraubendeste Unfug, den ich in meinem Leben erleben mußte, auf diesem Sektor. Das ist eine Farce. Die SPD verzichtet u.U. darauf, die CDU nach Jahrzehnten in Baden-Württemberg abzulösen, weil es mit den Grünen wegen Stuttgart 21 nicht geht?? Abstrakter geht es kaum!
Die Politik in Baden-Württemberg ist Clownerei. Nichts weiter. Das sind doch keine Demokraten. Das sind machtversessene, entstirnige Schreibtischtäter, die keinerlei Bezug zu dem haben, was in der Realität passiert und keine Hauch Anstand besitzen. Punktum.
Ich kann diese Haltung nicht nachvollziehen.
Dazu kommt ja: Stuttgart 21 ist der Bahnhof in Stuttgart (wenn wir die Trasse nach Ulm usw. mal ausklammern möchten). Nächstes Jahr ist jedoch LANDTAGSWAHL. Nicht Kommunalwahl in Stuttgart. Allein o.g. Überlegungen entbehren jedweder Grundlage.
Wo lebe ich hier???
Wie lächerlich wird das noch???
Ich bin SPD Mitglied.
Und ich schäme mich.
Das ist lächerlich. Beleidigend. Nichts weiter.
Wie kann man mit politischen Mitbewerbern und vor allem mit der "eigenen" Bevölkerung SO umgehen?
Lächerlich. Beschämend. Mehr fällt mir nicht dazu ein.
Es ist wahr, daß beide Seiten ein Problem haben.
Die Gegner dahingehend, als daß sich Chaoten die Aufmärsche zunutze machen und das Wirken des friedlichen Protests nachhaltig schädigen und die Befürworter haben ein Erklärungsproblem. Es kommt nichts Neues mehr. Gebetsmühlenartig wird permanent das selbe wiederholt und auf "Fehler" der Demonstranten gelauert.
Ein für letztere extrem unfairer Deal.
Aber Aussitzen hat schon oft geholfen.
Nochmals:
Es geht hier nicht darum, ob ich das Projekt befürworte oder nicht. Selbst wenn ich das täte, muß es in einer Demokratie möglich sein, in Dialog zu treten. Und die Ignoranz der beteiligten Parteien hier ist unglaublich.
Ganz gleich, ob Befürworter oder Gegner.
Für meine Begriffe ist jetzt die Zeit der Schadensbegrenzung gekommen. Für beide "Seiten". All das Geschehene schaukelt sich immer weiter hoch und wird die Stadt final spalten.
Es wird Zeit, sich an einen Tisch zu setzen.
DAS soll der Appell dieses Artikels sein.
Ganz gleich, was MEINE Beweggründe sind. Darum geht es hier nicht.
Jedoch kann es SO nicht weitergehen.
Wir alle sind Demokraten. Warum also gibt es keinen Dialog?
Das kann ich einfach nicht nachvollziehen...was immer dann passiert, das ist dann zu akzeptieren. Aber neue Situationen VERLANGEN nach neuen Gesprächen. Und das muß hier möglich sein. Sonst erleben wir nun 9 Jahre extrem unruhige Zeiten, an was niemand ernsthaft Interesse haben kann...
Vielleicht noch zum Abschluß mein persönlicher Blick darauf:
PRIZIPIELL ist mir egal was geschieht. Ich möchte nur keine gespaltene Stadt sehen.
Warum bin ich nun dagegen?
Das hat einen sehr egoistischen Grund.
Ich wohne 10 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.
Wäre das Projekt in einem Handstreich erledigt, quasi: "Ich stehe morgen früh auf und der letzte Pinselstrich ist bereits getan", SUPER. Her damit.
Ich persönlich möchte nur einfach nicht 10 Jahre "auf einer Baustelle leben".
Jaaahaa....so profan ist das! (wie "versprochen" ;-) )
Das nimmt mir sehr viel Lebensqualität schon da ich in Reichweite lebe.
Das ist mein einziger persönlicher, egoistischer Grund.
All diese Für und Wider.......Mineralquellen, Bäume.......schnelle Anbindung.....Achse Europas.....größerer Park.
Okay!!
Fein.
Whatever.
Mir geht es nur um mich selbst, bei dieser Betrachtung. Was passiert, mag ich alleine nicht zu beeinflussen. Da es mir aber "lieber wäre", der Baustelle wäre NICHT SO, bin ich natürlich froh, daß dies scheinbar "viele" ähnlich sehen, wenn dann eben auch aus anderen Blickwinkeln heraus.
Und deshalb kann ich freimütig sagen: Auch mit Stuttgart 21 "geht es mir gut". Ich würde es nur gerne verhindert wissen.
Wenn nun nicht, ist das in Ordnung.
Und ich denke, ähnliche unverkrampfte Sichtweisen täten vielen Menschen in dieser Stadt gut.
Samstag, 28. August 2010
Mittwoch, 11. August 2010
U2360° Tour 2010 - Besser wird's nicht...
What a night!!
Gestern.
In der Commerzbank-Arena zu Frankfurt/Main.
Mein zweites Konzert der laufenden "360 Degrees"-Tour von U2 zu ihrem aktuellen Album "No Line On The Horizon", nachdem ich sie bereits vergangenes Jahr in Gelsenkirchen bestaunen durfte.
Das schien mir "untopbar", was "Großveranstaltungen" betrifft, die ja eigentlich weniger meine Welt sind...wenn man U2 aber sehen möchte, gibt es ja nun keine Option...
Und wie ich mich getäuscht habe, bzgl. "untopbar"...im Grunde ist es ja die selbe Tour, die selbe Bühne usw. - aber das gestern war trotzdem irgendwie vollkommen "anders" und neu.
Hier gehen mir nun in der Tat die Superlative aus. Das ist mit Worten überhaupt gar nicht mehr zu greifen. Ich habe ehrlich gesagt eigentlich keine Idee, was ich DAZU schreiben soll...
Fesselnd von der ersten Sekunde an, eine grandiose Setlist dazuhin noch. Bei weitem nicht so holprig wie im letzten Jahr. Natürlich möchte man als Fan vll. die ein oder andere Perle hören und nicht überwiegend Hits - aber das war mit zunehmender Dauer immer egaler. Hauptsache, sie spielen, "egal was". Mehr davon! Viel stimmiger als im letzten Jahr. Nachdem es letztes Jahr sträflich vernachlässigt wurde, spielten sie dieses Jahr nun sogar auch "New Year's Day" und ich habe tatsächlich "Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me" live sehen können.
Das macht einfach nur glücklich. Unbezahlbare Momente.
Der Sound war um Klassen besser als im letzten Jahr in der akustisch nun nicht überragenden Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Sehr druckvoll. Allerdings auch meilenweit lauter, allerdings zu keiner Zeit unangenehm und exzellent abgemischt, wie selbstredend bei einem Event dieser Größe nicht unbedingt zu erwarten ist. Aber es war sehr fein austariert und alles war optimal wahrzunehmen - zumindest von meinem Platz aus. Unter Umständen gibt es natürlich möglicherweise Besucher, die das anders empfunden haben mögen. "Bei mir" kam alles sehr optimal an und zur Geltung.
Darüberhinaus war das Dach des Stadions im letzten Jahr geschlossen, sodaß die "Antenne", die Spitze der Bühne fehlte.
In Frankfurt nun war das Stadion offen und die Bühne somit komplett und in voller Wucht und Pracht zu bewundern.
Noch vor 21 Uhr betraten U2 die Bühne um ihre rund zwei Stunden dauernde Show zu beginnen und das Publikum auf eine unvergeßliche Reise mitzunehmen.
Die Setlist des Abends sah dann folgendermaßen aus:
Return Of The Stingray Guitar (Intro) Instrumental
Beautiful Day
New Year's Day
Get On Your Boots
Magnificent
Mysterious Ways / My Sweet Lord (Snippet)
I Still Haven't Found What I'm Looking For / Movin' On Up (Snippet)
Glastonbury
Elevation
In A Little While
Miss Sarajevo
Until The End Of The World
The Unforgettable Fire
City Of Blinding Lights
Vertigo / It's The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine) (Snippet)
I'll Go Crazy If I Don't Go Crazy Tonight / Discothèque (Snippet)
Sunday Bloody Sunday
MLK
Walk On
Desmond Tutu Speech
One
Where The Streets Have No Name / Amazing Grace (Snippet)
Zugabe(n):
Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me
With Or Without You
Moment Of Surrender
Die Stimmung in der Arena von ab der ersten Minute an, nicht zuletzt des super gewählten Openers "Beautiful Day" wegen, am Überkochen. Ich glaube ich habe noch kein lauteres, ausgelasseneres und intensiver mitgehenderes Publikum erlebt, als gestern. Auch deswegen war das alles unglaublich ansteckend.
Favoriten neben den genannten "New Year's Day" und "Hold Me..." sind eigentlich kaum zu nennen. Ausnahmslos jeder Song wurde fantastisch dargeboten. Diese beiden greife ich eigentlich nur aus persönlichen Präferenzen heraus, da es zwei meiner liebsten U2-Songs sind. "Elevation" aber zum Beispiel hat endlich wieder diesen Druck und diese Spielfreude, wie man sie, wenn man nicht da war, damals, und das nur aus der Konserve kennt, von den Aufzeichnungen der 2001-er Tournee nur erahnen kann.
Und der neue Song, "Glastonbury", welcher gestern gespielt wurde, macht Vorfreude auf das neue Album. Ein waschechter, großartiger Rocksong! Macht wahnsinnig Lust auf mehr. Ein sehr guter "erster Eindruck" davon.
Und ich denke, es war ein Segen, daß dies erst das 2. Konzert des Tour-Legs war (mit einer krankheitsbedingten lange Pause im Vorfeld ja obendrein). So gut habe ich Bono noch nie bei Stimme gehört. Auch das war einfach nur fantastisch.
Der Rest ist einfach nur ein purer Rausch. Man ist einfach gebannt von diesem Spektakel und das Konzert vergeht wie ein gefühlter Wimpernschlag. Man ertappt sich laufend dabei sich völlig in diesem facettenreichen Overkill zu verlieren und mit offenem Mund einfach nur noch staunend dazustehen/dazusitzen.
Dieses Konzert / diese Konzert-Tournee spricht eigentlich visuell für sich selbst.
Daher möchte ich eigentlich Bilder sprechen lassen und habe hier mal eine "kleine" Auswahl meiner fast 800 (!) Schnappschüsse von gestern abend zusammengestellt, in chronologischer Reihenfolge, nicht zuletzt um auch den visuellen Verlauf des Abends in Auszügen abzubilden (somit keine Quellenangabe, es handelt sich um selbstgemachte Aufnahmen) - die Bilder können zum Vergrößern angeklickt werden, selbstredend:






































































Ich kann mir nicht vorstellen, daß es in absehbarer Zeit eine beeindruckendere Konzert-Tournee zu sehen geben wird. Das ist unschlagbar faszinierend und nicht zu übertreffen.
Nur gigantisch.
Und eigentlich vollkommen surreal. Nicht zuletzt, wenn man sich allein auf den Bildern vor Augen führt, wie winzig die Band ist, welche Ausmaße das gesamte Bühnenbild doch hat.
Nichts als Bewunderung für dieses Konzept.
Atemberaubend.
Und einfach nur zu empfehlen.
Ein schöner Nebeneffekt: Nach der krankheitsbedingten Absage ihres Heidelberg-Konzertes 2004 konnte ich gestern im Vorprogramm zudem Kasabian erleben, nachdem sich seitdem hierzu für mich keine Gelegenheit mehr bot. Und auch Kasabian waren fantastisch und mit Sicherheit einer der besten Support-Acts die ich meinem Leben gesehen habe.
Ein faszinierender, toller Abend, der Gelsenkirchen 2009 fast lächerlich aussehen läßt. Jedes einzelne Detail war gestern abend einfach stimmiger und besser. Punktum.
Highly Recommended.
Gestern.
In der Commerzbank-Arena zu Frankfurt/Main.
Mein zweites Konzert der laufenden "360 Degrees"-Tour von U2 zu ihrem aktuellen Album "No Line On The Horizon", nachdem ich sie bereits vergangenes Jahr in Gelsenkirchen bestaunen durfte.
Das schien mir "untopbar", was "Großveranstaltungen" betrifft, die ja eigentlich weniger meine Welt sind...wenn man U2 aber sehen möchte, gibt es ja nun keine Option...
Und wie ich mich getäuscht habe, bzgl. "untopbar"...im Grunde ist es ja die selbe Tour, die selbe Bühne usw. - aber das gestern war trotzdem irgendwie vollkommen "anders" und neu.
Hier gehen mir nun in der Tat die Superlative aus. Das ist mit Worten überhaupt gar nicht mehr zu greifen. Ich habe ehrlich gesagt eigentlich keine Idee, was ich DAZU schreiben soll...
Fesselnd von der ersten Sekunde an, eine grandiose Setlist dazuhin noch. Bei weitem nicht so holprig wie im letzten Jahr. Natürlich möchte man als Fan vll. die ein oder andere Perle hören und nicht überwiegend Hits - aber das war mit zunehmender Dauer immer egaler. Hauptsache, sie spielen, "egal was". Mehr davon! Viel stimmiger als im letzten Jahr. Nachdem es letztes Jahr sträflich vernachlässigt wurde, spielten sie dieses Jahr nun sogar auch "New Year's Day" und ich habe tatsächlich "Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me" live sehen können.
Das macht einfach nur glücklich. Unbezahlbare Momente.
Der Sound war um Klassen besser als im letzten Jahr in der akustisch nun nicht überragenden Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Sehr druckvoll. Allerdings auch meilenweit lauter, allerdings zu keiner Zeit unangenehm und exzellent abgemischt, wie selbstredend bei einem Event dieser Größe nicht unbedingt zu erwarten ist. Aber es war sehr fein austariert und alles war optimal wahrzunehmen - zumindest von meinem Platz aus. Unter Umständen gibt es natürlich möglicherweise Besucher, die das anders empfunden haben mögen. "Bei mir" kam alles sehr optimal an und zur Geltung.
Darüberhinaus war das Dach des Stadions im letzten Jahr geschlossen, sodaß die "Antenne", die Spitze der Bühne fehlte.
In Frankfurt nun war das Stadion offen und die Bühne somit komplett und in voller Wucht und Pracht zu bewundern.
Noch vor 21 Uhr betraten U2 die Bühne um ihre rund zwei Stunden dauernde Show zu beginnen und das Publikum auf eine unvergeßliche Reise mitzunehmen.
Die Setlist des Abends sah dann folgendermaßen aus:
Return Of The Stingray Guitar (Intro) Instrumental
Beautiful Day
New Year's Day
Get On Your Boots
Magnificent
Mysterious Ways / My Sweet Lord (Snippet)
I Still Haven't Found What I'm Looking For / Movin' On Up (Snippet)
Glastonbury
Elevation
In A Little While
Miss Sarajevo
Until The End Of The World
The Unforgettable Fire
City Of Blinding Lights
Vertigo / It's The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine) (Snippet)
I'll Go Crazy If I Don't Go Crazy Tonight / Discothèque (Snippet)
Sunday Bloody Sunday
MLK
Walk On
Desmond Tutu Speech
One
Where The Streets Have No Name / Amazing Grace (Snippet)
Zugabe(n):
Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me
With Or Without You
Moment Of Surrender
Die Stimmung in der Arena von ab der ersten Minute an, nicht zuletzt des super gewählten Openers "Beautiful Day" wegen, am Überkochen. Ich glaube ich habe noch kein lauteres, ausgelasseneres und intensiver mitgehenderes Publikum erlebt, als gestern. Auch deswegen war das alles unglaublich ansteckend.
Favoriten neben den genannten "New Year's Day" und "Hold Me..." sind eigentlich kaum zu nennen. Ausnahmslos jeder Song wurde fantastisch dargeboten. Diese beiden greife ich eigentlich nur aus persönlichen Präferenzen heraus, da es zwei meiner liebsten U2-Songs sind. "Elevation" aber zum Beispiel hat endlich wieder diesen Druck und diese Spielfreude, wie man sie, wenn man nicht da war, damals, und das nur aus der Konserve kennt, von den Aufzeichnungen der 2001-er Tournee nur erahnen kann.
Und der neue Song, "Glastonbury", welcher gestern gespielt wurde, macht Vorfreude auf das neue Album. Ein waschechter, großartiger Rocksong! Macht wahnsinnig Lust auf mehr. Ein sehr guter "erster Eindruck" davon.
Und ich denke, es war ein Segen, daß dies erst das 2. Konzert des Tour-Legs war (mit einer krankheitsbedingten lange Pause im Vorfeld ja obendrein). So gut habe ich Bono noch nie bei Stimme gehört. Auch das war einfach nur fantastisch.
Der Rest ist einfach nur ein purer Rausch. Man ist einfach gebannt von diesem Spektakel und das Konzert vergeht wie ein gefühlter Wimpernschlag. Man ertappt sich laufend dabei sich völlig in diesem facettenreichen Overkill zu verlieren und mit offenem Mund einfach nur noch staunend dazustehen/dazusitzen.
Dieses Konzert / diese Konzert-Tournee spricht eigentlich visuell für sich selbst.
Daher möchte ich eigentlich Bilder sprechen lassen und habe hier mal eine "kleine" Auswahl meiner fast 800 (!) Schnappschüsse von gestern abend zusammengestellt, in chronologischer Reihenfolge, nicht zuletzt um auch den visuellen Verlauf des Abends in Auszügen abzubilden (somit keine Quellenangabe, es handelt sich um selbstgemachte Aufnahmen) - die Bilder können zum Vergrößern angeklickt werden, selbstredend:






































































Ich kann mir nicht vorstellen, daß es in absehbarer Zeit eine beeindruckendere Konzert-Tournee zu sehen geben wird. Das ist unschlagbar faszinierend und nicht zu übertreffen.
Nur gigantisch.
Und eigentlich vollkommen surreal. Nicht zuletzt, wenn man sich allein auf den Bildern vor Augen führt, wie winzig die Band ist, welche Ausmaße das gesamte Bühnenbild doch hat.
Nichts als Bewunderung für dieses Konzept.
Atemberaubend.
Und einfach nur zu empfehlen.
Ein schöner Nebeneffekt: Nach der krankheitsbedingten Absage ihres Heidelberg-Konzertes 2004 konnte ich gestern im Vorprogramm zudem Kasabian erleben, nachdem sich seitdem hierzu für mich keine Gelegenheit mehr bot. Und auch Kasabian waren fantastisch und mit Sicherheit einer der besten Support-Acts die ich meinem Leben gesehen habe.
Ein faszinierender, toller Abend, der Gelsenkirchen 2009 fast lächerlich aussehen läßt. Jedes einzelne Detail war gestern abend einfach stimmiger und besser. Punktum.
Highly Recommended.
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